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08.11.2014 Fragmente - eine Befreiung ist nun erstmalig gelistet unter ISBN 9 783738 608861.
Eintragung bei Amazon und Co. erfolgt Anfang der nächsten Woche.
Die Printversion ist bestellbar ab voraussichtlich 17.11.
Das eBook erscheint vorraussichtlich am 28.11.
Vorbestellungen werden ab sofort entgegengenommen, siehe im Menüpunkt "Vorbestellungen".

13.11. Nun auch hier: https://www.bod.de/buch/eric-pade/fragmente/9783738608861.html

Über mich

Geboren am 10.02.1987 in Heppenheim an der Bergstraße bin ich nun 27 Jahre alt und studiere Physik und Philosophie an der Goethe Universität Frankfurt.
Mit "Fragmente - eine Befreiung" lege ich nun meinen Erstling vor, in
dem es um die Problemstellung der Befreiung aus der Perspektive der
Ausgeliefertheit gegenüber perversen Strukturen geht. Die Perspektive ist die der Zerrüttung und der Versuch, eine Darstellung einer Realität, die sich nur schemenhaft und geradezu tastend ergründen lässt.
Inwiefern dies gelungen ist, überlasse ich dem Leser. Hier gebe ich nun Informationen zu meiner Person und zu den Themen meiner geistigen Auseinandersetzung. Insbesondere die zweite Sektion dürfte für den (angehenden) Leser von Belang sein, da ich in ihr meine intellektuellen Werdegang schildere, der schließlich zu den Probleme führt, die in dem Buch aufgegriffen werden.


Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Nach einer schwierigen, aber auch interessanten Schullaufbahn, die mich vom A.K.G. Bensheim, das ich nach der neunten Klasse verlassen durfte, über die Lichtenbergschule in Darmstadt, das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg (wo ich zunächst Schüler der HeBo Schule Bonn war), das Kurpfalz-Internat in Bammental und schließlich Schloß Torgelow in Torgelow am See führte, legte ich 2006 mein Abitur in der Externenprüfung des Landes Hessen ab. Während der Vorbereitungszeit lebte ich in Frankfurt am Main, einer Stadt, der mein Herz nach wie vor gehört, und besuchte formell eine Abteilung der Oswald-von-Nell-Breuning Schule II, wo ich dankenswerterweise in meiner Abitursvorbereitung im Wesentlichen in Ruhe gelassen wurde.
Nach dem Abitur nahm ich mein Studium der Physik und Philosophie auf und wurde studentische Hilfskraft an einer Schule für "Problemfälle". Dort blieb ich dann für zwei Jahre (2006 - 2008). In diesem Umfeld entstanden die ersten Ideen und Entwürfe zu "Fragmente - eine Befreiung", die ich schließlich fünf Jahre später wiederaufgreifen würde und die nun in geschlossener Form vorliegen (2013 - 2014). Im Jahr 2009 ließ ich mich auf eigenen Wunsch in eine andere Abteilung versetzen, an welcher ich ein Jahr verblieb, um in Anschluss als Tutor an der Universität zu arbeiten (2010 - 2012). In dieser Zeit (24.02.2012) erblickte auch meine Tochter, Ines Bäuerle, das Licht der Welt. Seitdem habe ich als Mitarbeiter im Callcenter des RMV gearbeitet (2013) und arbeite mittlerweile bei einer Postagentur (2014). Eine Anstellung, welche ich mit großer Freude ausfülle.


 Geistige Auseinandersetzungen

Ihren Anfang nimmt meine sogenannte Geistesgeschichte im zarten Alter von 16 Jahren. Nach meinem Weggang aus dem AKG befasste ich mich unter Anleitung einer guten Freundin mit dem Sozialismus. Vom Gedanken der Sozialrevolution angezündet setzte ich mich intensiv mit dem Marxismus und der Frankfurter Schule auseinander. Ich bemerkte, dass mir zum Verstehen dieser Gedankengebäude die Voraussetzungen fehlten, obwohl mich die Resultate beeindruckten, geradezu entzückten, entsprachen sie doch meinen vorgefassten, wütenden Urteilen über Gott und die Welt. Ich ging also in die Geschichte und in die Voraussetzungen der Frankfurter Schule und landete bei Schopenhauer, dessen Erkenntnistheorie mich sehr beeindruckte. Insbesondere der stringente Aufbau eines einzigen Gedanken, wie Schopenhauer im Vorwort der "Welt als Wille und Vorstellung" schreibt, hinterließ einen tiefen Eindruck und sollten prägend werden für mein Weltverständnis. Von Schopenhauer aus befasste ich mich mit Kant, drang jedoch nicht besonders tief in sein Werk ein. Ich las die erste Hälfte der "Kritik der reinen Vernunft" immer und immer wieder und kam zu keinem wirklich konsistenten Ergebnis. Hier stellte sich für mich das Problem der Selbstreferenzialität von Theorien, welches mich in die Arme Wittgensteins treiben sollte.
Der "Tractatus logico-philosophicus" wirkte in dieser Sache wie eine Offenbarung. Ich kam zu dem Schluss, dass das Problem der Selbstreferenzialität ein Scheinproblem war, was in meinen Augen zu der wichtigen Wittgenstein'schen Konsequenz führt. Ich zitiere hier in voller Länge aus dem Tractatus:

4.003 Die meisten Sätze und Fragen, welche über philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig. Wir können daher Fragen dieser Art überhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen. Die meisten Fragen und Sätze der Philosophen beruhen darauf, daß wir unsere Sprachlogik nicht verstehen.
(Sie sind von der Art der Frage, ob das Gute mehr oder weniger identisch sei als das Schöne.)
Und es ist nicht verwunderlich, daß die tiefsten Probleme eigentlich  keine  Probleme sind.


Eine Konsequenz daraus ist (viele Sätze später) folgende:

 6.52 Wir fühlen, daß selbst, wenn alle  möglichen  wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind. Freilich bleibt dann eben keine Frage mehr; und eben dies ist die Antwort.

Es drängten sich also die Lebensprobleme in den Vordergrund. Das mit umso größerer Wucht, als dass diese Probleme sich in Form von Rechnungen und warmen Wohnungen nun konkretisierten. Also wandte ich mich Nietzsche zu, dessen "Götzendämmerung" und "Antichrist" die nächsten Schlüssel für mich waren, an die Probleme des Lebens heranzutreten. Denn wer einen Satz richtig und positivistisch zerlegen kann, der hat das Problem der "Macht" und der "Freiheit im Konkreten" noch immer nicht gelöst. Ein Problem, das hier zusammenzufassen mir unsinnig erscheint und dessen Lösung mich nach wie vor beschäftigt.
Im Ringen um dieses Problem ist nun vor kurzen "Fragmente - eine Befreiung" entstanden. Die Motive "Macht" und "Freiheit" stehen im Zentrum der gesamten Betrachtung. Jedoch nicht in einer abstrakten Herangehensweise, sondern in konkretem Gegensatz. Ein solcher Zusammenhang, wie er in den Fragmenten entworfen wird, entzieht sich durch die mangelnde Stringenz und Informationsergiebigkeit einer letzten, klarstellenden Zugänglichkeit ganz grundsätzlich. Dies wollte ich darstellen. Dieses Problem erscheint mir unauflöslich.
In letzter Zeit habe ich mich also von diesem Problem dadurch entzogen, dass ich angefangen habe, mich mit den Antworten des Buddhismus auf dieses Problem zu befassen, das mir ein ganz wesentliches zu sein scheint, und berufe mich dabei erneut auf Wittgenstein:

6. 521 Die Lösung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden dieses Problems.
(Ist nicht dies der Grund, warum Menschen, denen der Sinn des Lebens nach langen Zweifeln klar wurde, warum diese dann nicht sagen konnten, worin dieser Sinn bestand.)


Vielleicht liegt die letzte Antwort ja in diesem Wittgenstein'schen Satz ...
  




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